Spielsuchtprävention

 

Entwicklungsstadien einer Spielsucht

Der Übergang vom spielerischen, 
entspannten Anfang zum gehetzten 
und meist vergeblichen Aufholen 
von Verlusten ist fließend. 
Die Betroffenen bemerken es in der 
Regel erst (zu) spät, dass aus einem 
Freizeitvergnügen bitterer Ernst geworden 
ist. Der Prozess vom ersten positiven 
Kontakt zum Glücksspiel hin zum pathologischen 
Spielen (Spielsucht) lässt sich in drei Phasen beschreiben.

 

Suchthilfestellen

 

Am Anfang steht der große Gewinn!
Das Anfangsstadium:

Werden mit dem Start ins Glücksspiel 
größere Beträge gewonnen, kann schnell 
die Illusion entstehen, dass dies vom eigenen 
Geschick und der Kompetenz abhängt und 
nicht vom reinen Zufall oder Glück.
Gleichzeitig werden Verluste als persönliches 
Versagen erlebt, verleugnet und bagatellisiert. 
Problematisch wird es, wenn ständig das Konto 
überzogen wird, Kredite aufgenommen werden, 
Freunde „angepumpt“ werden, um weiterspielen zu können.

Das Spiel wird ernst!
Das Gewöhnungsstadium

Es beginnt in der Regel damit, dass vermehrt geliehenes Geld eingesetzt wird. Diese Darlehen werden soweit als möglich verheimlicht.
Zugleich ist der Spieler davon überzeugt, 
die Schuldensituation wieder in den Griff zu bekommen 
(“Sobald ich keine Schulden mehr habe, höre ich damit auf“). 
Der Spieler entfernt sich immer mehr von Freunden 
und Partnern und isoliert sich.

Das Spiel ist aus!
Abhängigkeitsstadium:

Ein “Freizeitvergnügen“ wird zu einer alles 
Ganztagsbeschäftigung. Der Verlust von Beziehungen, 
Arbeit und gesellschaftlicher Anerkennung sind die Ohne fremde, professionelle Hilfe kann dieser 
Teufelskreislauf nicht mehr durchbrochen werden.

 

Tipps für ein verantwortungsbewusstes Spielen:



# Spielen Sie nur um Beträge, die Sie vorher festgelegt haben.
# Bleiben Sie bei dem Betrag, auch wenn andere Sie zu einem höheren überreden wollen. 
Denn das Risiko tragen Sie ganz allein!
# Denken Sie immer daran: Sie kaufen Unterhaltung und machen keine finanzielle Investition!
# Erhöhen Sie nicht nachträglich den von Ihnen vorab festgesetzten Maximalbetrag.
# Setzen Sie, ehe Sie zu spielen beginnen, fest, bei welcher Gewinnhöhe Sie das Spiel beenden wollen.
# Legen Sie im Voraus fest, wie hoch Ihr Spielverlust sein darf.
# Spielen Sie nie unter Einfluss von Alkohol oder Medikamenten.
# Spielen Sie nicht in einer depressiven Stimmung.
# Spielen Sie nur, wenn Sie ausgeruht und konzentriert sind.

 

Bin ich Spielsucht-gefährdet? Ein Selbsttest.


Eine Spielsucht ist – wie andere Süchte auch – 
eine gewohnheitsmäßige Abhängigkeit, die sich über viele Monate 
oder sogar Jahre entwickeln kann. Ob man von einer Spielsucht 
sprechen kann, hängt von vielen, z.T. individuell verschiedenen, Faktoren ab.
Anhaltspunkte für eine Glücksspielabhängigkeit oder Spielsuchtgefährdung 
können z. B. folgende Verhaltensweisen sein:

* Sie verspüren das Bedürfnis um immer mehr Geld zu spielen
* Sie haben gegenüber Menschen, die Ihnen wichtig waren, über das Ausmaß Ihres Spielens lügen müssen.



Um sich selbst und Ihr Spielverhalten besser einschätzen zu können, 
nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit und machen einen Selbsttest . 
Der Test besteht aus 19 Fragen. Wenn Sie alle Fragen beantwortet haben, 
erhalten Sie eine Übersicht über das Ausmaß des Gefährdungspotentials Ihres Spielverhalten
s.


1.   Beeinträchtigt das Spielen Ihre Leistungen in Arbeit und Freizeit?
2.   Würden Sie sagen, dass Freunde und Verwandte Ihrem Hobby, 
      dem Glücksspiel, eher skeptisch gegenüber stehen?
3.   Kam Ihnen schon mal der Gedanke, 
      sich mit illegalen Mittleln Geld für das Spielen zu besorgen?
4.   Verwenden Sie das Glücksspiel manchmal als Vorwand, 
      um sich vor dem Stress des täglichen Lebens zu verstecken?
5.   Dauern Ihre Spielsitzungen oft länger als ursprünglich dafür vorgesehen?
6.   Beschleicht Sie nach Gewinnen das Gefühl, nicht aufhören zu dürfen und 
      die Glückssträhne weiter ausnutzen zu müssen, um mehr und mehr zu erspielen?
7.   Hat Ihr Ruf unter Arbeitskollegen, Freunden und Verwandten bereits Schaden genommen?
8.   Plagt Sie manchmal im Anschluss an Spiele oder Verluste das schlechte Gewissen?
9.   Betrachten Sie das Spielen als eine Form Geld zu verdienen?
10. Sind Sie versucht, Verluste sofort durch höhere Einsätze wieder wett zu machen?
11. Spielen Sie öfters um Ihr letztes Geld?
12. Haben Sie jemals Geld ausgeliehen oder gar einen Kredit aufgenommen, 
      um Ihren Spieldrang zu finanzieren und Ihre Verluste auszugleichen?
13. Leidet Ihr Beruf oder Ihre Ausbildung unter Ihrem Spielverhalten?
14. Mussten Sie sich schon von Wertgegenständen trennen, 
     um wieder zu Geld zu kommen?
15. Waren Sie jemals unschlüssig, ob Sie Spielgeld für notwendige 
     Ausgaben wie Miete und Lebensmittel verwenden sollten?
16. Fühlt sich Ihre Familie durch Ihr Spielverhalten vernachlässigt?
17. Verursacht das Spielen bei Ihnen Schlafstörungen?
18. Hatten Sie aufgrund des Spielens schon das Gefühl nicht mehr weiter zu wissen?
19. Haben Sie aufgrund des Spielens und Ihrer Verluste schon mal ernsthaft an Selbstmord       gedacht?

Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit „JA“ beantworten würden und Sie unsicher sind, 
ob Sie sich und Ihre Glücksspiel-Leidenschaft noch im Griff haben, 
wenden Sie sich an eine der aufgeführten Anlaufstellen:

                                                                                                    
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